Bereits kurz nach Abschluss der Entwicklungsarbeiten kann
MAN Diesel & Turbo den Prototyp der neuen Gasturbinenfamilie im Markt platzieren.
MAN installiert für die Solvin GmbH & Co KG, ein Gemeinschaftsunternehmen von Solvay und BASF, am Produktionsstandort Rheinberg eine KWK-(Kraft-Wärme-Kopplungs-) Anlage, in der die erste ihrer neuen 6 MW Gasturbinen zum kommerziellen Einsatz kommt.
Solvin produziert im niederrheinischen Rheinberg u. a. PVC (Polyvinylchlorid), das beispielsweise im Hoch- und Tiefbau, in Verbraucherprodukten, im Gesundheitsschutz sowie Elektroanwendungen eingesetzt wird.
Die neue KWK-Anlage ist für 6 MW elektrische und 11 MW thermische Leistung ausgelegt; Solvin wird damit zukünftig den Eigenbedarf an Strom decken und die Abhängigkeit vom öffentlichen Versorgungsnetz verringern.
Mit einem Gasturbinenwirkungsgrad von 34% - ein Spitzenwert in dieser Leistungsklasse – erreicht die Gesamtanlage u. a. auch über die Nutzung der Gasturbinen-Abhitze einen Brennstoffausnutzungsgrad von über 80% und leistet damit einen erheblichen Beitrag zur Reduzierung des Primärenergieverbrauchs und der Emissionen.
Die neue Gasturbinengeneration von MAN Diesel & Turbo ist für den industriellen Einsatz entwickelt und erweitert das bestehende Gasturbinenportfolio um die 6 – 8 MW Leistungsklasse. Die Gasturbinen werden sowohl als mechanische Antriebe, z.B. für Kompressoren, als auch in Konfigurationen zur dezentralen Energieerzeugung mit oder ohne Abhitzenutzung erhältlich sein.
Neben optimaler Brennstoffausnutzung im Hinblick auf CO2-Emissionen und Betriebskosten sowie Reduktion von Stickoxidemissionen lag der Entwicklungsfokus auch auf den Abgastemperaturen der Maschine, um eine optimierte Dampferzeugung für Kraft-Wärme-Kopplung oder Prozessanwendungen zu ermöglichen.